Nachdem meine alte Tastatur mit USB-Kabelanbindung für meinen Desktop-PC das zeitliche gesegnet hat, musste ein neues Schreibeingabegerät her. Die Anforderungen waren folgende: Kabellos, schlicht, einfach, flach und ein gutes Preis/Leistungsverhältnis.
Nach Recherche in meiner Suchmaschine des Vertrauens viel die Wahl auf das Bluetooth Mobile Keyboard 6000 von Microsoft, dass meinen genannten Anforderungen am ehesten entspricht.

Hardware
Was als erstes auffällt, die Tastatur ist zweigeteilt: In das geschwungene Tastenfeld und den separaten Zifferblock, der mit grauem Stoff-Etui geliefert wird. Alle zwei Hardwarekomponenten sind schlank, ultraflach und besitzen oben rechts eine LED-Batteriestandanzeige.
Der obere Rand ist in Klavierlack gehalten, was ich grundsätzlich wegen Fingerabdrücke nicht gutheißen kann, aber dies empfinde ich in diesem Fall nicht als störend. Die restliche Oberfläche ist in matten Schwarz gehalten und die Unterseite der Tastatur präsentiert sich in Weiß. Insgesamt fühlen sich die verwendeten Materialien sehr hochwertig an und sind einwandfrei verarbeitet.

Tastenfeld und Zifferblock besitzen jeweils einen Ein-/Ausschalter auf der Rückseite. Durch die drei mitgelieferten AAA-Batterien wird die Stromversorgung gesichert. Eine Wiederaufladung per Dockingstation oder USB-Anschluss ist nicht vorhanden, wäre aber wünschenswert.
Mithilfe der Blau hinterlegten FN-Taste kann auch die Tastenbelegung am Tastenfeld von Druck, Einfg, Pos1 und Ende genutzt werden. Der Zifferblock ist beim Einschalten grundsätzlich auf NUM-OFF geschaltet und muss mit der NumLock-Taste nochmals eingeschaltet werden.

Das Schreiben
Das Schreiben geht sehr gut von der Hand (von wo sonst?). Natürlich sind im deutschsprachigen Raum die Tasten mit dem erweitertem deutschen Layout ausgestattet, wie auch bei meinem Modell. Die Tastenaschläge sind wirklich sehr sehr leise, was man zur Leertaste nicht so sagen kann, die schon man ein klein bisschen hört.
Software
Wie der Name des Produkts schon sagt, es ist eine Tastatur mit Bluetooth-Technologie. Daher ist kein Empfängerteil mitgeliefert. Windows 7, Vista, XP SP2 oder Mac OSX 10.4-10.5.x werden als kompatible Betriebssysteme in den Anforderungen von Microsoft gelistet.
Die Verbindung mit Windows 7 klappte bei mir mit meinen alten Sitecom 2.0 Bluetooth-Stick problemlos. Zum Verbinden muss man den Anweisungen des Bluetooth-Verbindungsassistenten folgen. Dieser vergibt jeweils für das Tastenfeld und Zifferblock einen Code, den man mit Hilfe der Tasten bestätigt und somit wird die Verbindung sicher hergestellt.

Es ist kein Installationsmedium mitgeliefert, da zur Installation unter Windows 7 Treiber nicht notwendig sind, beziehungsweise diese direkt per Windows Update heruntergeladen werden. Bei Mac OSX kann man bei Bedarf das entsprechende Treiberpaket auf der Microsoftseite herunterladen.
Was leider enttäuscht, dass es keine Möglichkeit gibt eine individuelle Tastenprogrammierung (Hotkeys) vorzunehmen. Schade.
Einen weiteren Negativpunkt stellt die Nicht-Funktion vor dem Start von Windows dar: Wenn ich versuche mit der ENF-Taste ins BIOS zu gelangen oder die Funktionen der F-Tasten zu nutzen, reagieren diese nicht.

Lieferumfang
- Tastenfeld
- Zifferblock (NumberPad)
- Graues Stoff-Etui für Zifferblock
- 3 AAA-Batterien
- Kurze schriftliche Installationsanweisung
Fazit
Zum finanziellen Aspekt muss ich sagen das die UVP 79,99 € beträgt, was nicht gerade wenig ist. Günstiger und Versandkostenfrei habe ich die Tastatur bei einem bekannten Online-Buchhandel für 66,89 € erworben. Für mich war somit das Preis/Leistungsverhältnis in Ordnung. Microsoft gibt 3 Jahre Herstellergarantie auf das Produkt.
Auch wenn die genannten Negativpunkte Kritik üben, kann ich diese Tastatur für Desktop und Notebook wirklich empfehlen.
Bemerkung
Ein gleiches Modell mit Wireless-Technologie und Empfängerteil würde das Problem mit der Tastenprogrammierung und der Nicht-Funktion vor dem Windows-Start sicherlich lösen. Doch so ein Modell ist nicht auf dem Markt und ich vermute, dass dies auch nicht von Microsoft realisiert wird.
Der Zifferblock (NumberPad) ist auch einzeln verfügbar. Mehr Informationen unter microsoft.com
Daniel Wiegert antwortete am 08. März 2012 um 15:16 >
Schön wäre auch wenn Windows 7 64 bit Version wirklich treiber zur Verfügung stellen würde. Habe ein Lenovo Z360. Da kann man die Tastatur nicht einmal koppeln. Keine Treiber für Peripheriegeräte. Selbst nach x Versuchen mit unterschiedlichen Treibern und zahlreichen Foren kein Erfolg. Für mich ist das einfach ein Flopp von Microsoft.
Johannes Sebald antwortete am 08. März 2012 um 16:18 >
@ Daniel Wiegert: Hallo. Ich habe die Tastatur an meinem Desktop PC mit Windows 7 x64 angeschlossen und sie funktioniert einwandfrei. Wichtig ist, dass zuvor Bluetooth aktiviert ist. Dann kann unter “Geräte und Drucker” mit der Schaltfläche “Gerät hinzufügen” die Tastatur hinzugefügt werden. Dabei muss nun die kleine weiße Taste an der Tastatur für 2 Sekunden gedrückt werden und schon sollte im Dialogfenster die Tastatur erscheinen. Nach erfolgreichem Koppeln mit dem generierten Zahlencode und der Bestätigung mit ENTER, sucht Windows automatisch per Windows Update (Standard-Einstellung) nach den passenden Treibern.
Haben Sie die “Geräteinstallationseinstellungen” auf “Ja” eingestellt, sodass Windows automatisch nach Treibern suchen kann?. Tippen Sie dazu im Startmenü einfach “Geräte” ein. Öffnen Sie den dritten Eintrag “Geräteinstallationseinstellungen”.