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Disaster Recovery Exchange 2003

13. Jan 2009 20:43 | Beitrag von Hubert Sebald |

Da in vielen Unternehmen ein Microsoft Exchange Server 2003 zum Einsatz kommt, tritt immer wieder die Frage auf: Wie wird ein Backup erstellt und dann erfolgreich zurückgesichert?

Es ist daher sehr sinnvoll 1. Backup zu erstellen und 2. deren Funktionalität zu prüfen. Dies sollte regelmäßig geschehen und dementsprechend Protokoll darüber geführt werden. Der zeitliche Aufwand ist relativ gering. Insbesondere wenn man bedenkt das man als Systemadmin wesentlich ruhiger schlafen kann.

Ich möchte eine kleine Hilfestellung dazu geben wie man in einer vom Firmennetzwerk abgeschoteten Umgebung seine Backups testen kann. Man nennt diesen Vorgang auch Disaster Recovery.

Bevorzugt verwende ich Windows Boardmittel (NT Backup) um die Datensicherungen zu erstellen. Dieses Stück Software ist kostenlos und beim Betriebsystem (Microsoft Windows Server 2003) dabei. Es wird eine Systemsicherung und pro Speichergruppe eine Vollsicherung benötigt. Sind diese Sicherungen vorhanden kann begonnen werden eine Testumgebung zu schaffen.

Diese kann man virtuell erstellen (Citrix Xen Server Express Edition). Beötigt wird ein funktionstüchtiger DC (Domänencontroller), ein Clientrechner (Microsoft Windows 2000 reicht) und ein Server mit dem BS (Betriebssystem) des "alten" Exchangeservers. Sind diese alle in die neue virtuelle Umgebung gepackt kann ein eigenes internes Netzwerk aufgebaut werden. Dieses würde ich synchron mit dem wirklichen Firmennetz stricken.

Auf dem Server für den Exchange bitte alle Windows Updates und Service Packs aufspielen die auch auf dem aktiven Exchange Server vorhanden sind. Ebenso ist es wichtig sämtliche Laufwerke (Partionen und DVD) gleiche Buchstaben zuzuordnen und die Größe identisch zugestalten. Somit sind wir in einer idealen Ausgangssituation.

Zuerst bitte den DC vorbereiten. Wichtig ist die Vergabe der IP Adresse. Bitte wieder die gleichen Einstellungen wie in der reale Umgebung verwenden (außer Gateway – wird nicht benötigt).

Nun muss das Computerkonto des Exchange Servers zurückgesetzt werden. Dies ist sehr wichtig im Bezug auf Rechte in der AD.

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Der Clientrechner sollte mindestens Microsoft Windows 2000 als Betriebssystem haben. Bitte alle verfügbaren Serviceüpacks und Updates installieren. Outlook benötigen wir für den abschließenden Test des Exchangeservers. Bitte noch eine IP Adresse manuell vergeben (gleiches Subnetz) oder per DHCP beziehen lassen, damit die Kommunikation gewährleistet ist.

Die Vorbereitung für unseren Exchangeserver ist etwas umfangreicher. Wichtig ist (wie oben schon erwähnt) die Installation aller Service Pack´s und Updates wie auf dem aktiven Exchange. Dann soltte er den gleichen Servernamen wie in der aktiven Umgebnung erhalten. Nun kann der Rechner in die Domäne aufgenommen werden.

Als nächstes erfolg die Installation der Exchange Software. Dafür die CD einlegen. In einer Console (cmd.exe) auf das CD Laufwerk wechseln und die Setuproutine mit folgenden Parametern starten: "r:\setup.exe /disasterrecovery". Bitte alle notwendigen Software produkte auswählen und installieren. Dann ähnlich mit dem Servicepack (SP2) fü den Exchange verfahren: "r:\update.exe /disasterrecovery". Anschließend bitte den Rechner durchstarten.

Jetzt kommen wir zur Rücksicherung der Daten. Zu erst benötigen wir eine aktuelle Systemsicherung (inkl. LW C). Der darin enthaltene Ordner „c:\Programme\Exchsrvr“ muss an den ursprünglichen Ort zurück gesichert werden.

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Nun folgen die einzelnen Speichergruppen. Wichtig ist, dass die jeweils zurückzusichernde Speichergruppe nicht bereitgestellt ist!

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Es muss noch ein Temporäres Verzeichnis für die Protokoll- und Patchdateien angeben werden. Ebenso ist es wichtig einen Hacken beim "Letzten Wiederherstellungssatz" zu setzten. Danach mit OK bestätigen -> Rücksicherung läuft.

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Anschließend müssen noch die Protokolldateien Wiederhergestellt werden (c:\log). Bitte in einer Console (cmd.exe) in den Pfad "c:\log" wechseln. Dort werden je nach Speichergruppe Unterordner angelegt. Bitte in den jeweiligen Ordner wechseln. Dort dann folgenden Befehl ausführen: „c:\Programme\Exchsrvr\bin\eseutil.exe /cc /t“

Wenn die Meldung: „Operation completed sucessfully“

erscheint ist alles OK.

Nun müssen noch die zurückgesicherten Speichergruppen bereitgestellt werden. Diese kann man im Exchange System-Manager durch einen "Rechtsklick" auf den jeweiligen Postfachspeichern erreicht werden.

Da jetzt die Speichergruppen verfügbar sind könenn wir mit unserem Clientrechner ein Exchangekonto im Outlook einrichten. Durch das Aufrufen von Outlook kann der Zugriff auf den Postfachspeicher, Adressbücher, Freigegebene Kalender, usw. getestet werden.

Sind  die notwendigen Informationen vorhanden war die Rücksicherung erfolgreich!

Abschließend kann nun ein Protokoll über den Vorgang angefertigt werden.

Dieser Beitrag wurde am Dienstag, 13. Januar 2009 um 20:43 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Microsoft, Software abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesem Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Du hast die Möglichkeit, einen Kommentar zu hinterlassen oder einen Trackback von deinem Weblog zu senden.

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